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    Zum Grundsätzlichen:

    Psychotherapie auf der Bettenburg heisst:

    • Gruppen- und Einzeltherapie
    • Möglicheiten zur Paartherapie
    • Männer- und Frauengruppe
    • Anti-Aggressions-Training
    • Entspannungsgruppe
    • Selbstsicherheitstraining
    • Anti-Stress-Training

    Psychotherapie bei uns heisst aber auch:

    • Klartext statt Drumrumreden
    • Humor statt Verbissenheit
    • Es gibt keine dummen Fragen
    • Stärken fördern und Schwächen erkennen
    • Streiten und sich vertragen
    • Erleben statt nur "drüber reden"


    Zum Ablauf:

    Die sationäre Langzeittherapie auf der Bettenburg gliedert sich grob in drei Phasen und dauert in der Regel 10 Monate. Im Anschluss ist betreutes Wohnen in der Nachsore möglich, bei Eignung und Bedarf auch die Lehrausbildung in der einrichtungseigenen Werkstatt.

    Aufnahme:

    • Eingewöhnung, medizinische, psychologische und soziale Diagnose
    • Stärkung der Behandlungsmotivation
    • Indikationsstellung für weitere Behandlung
    • Erstellung eines ersten Therapieplanes
    • Gruppenzuweisung

    Haupttherapiephase:

    • Einladung des Klienten zu Veränderung
    • Überprüfung evtl. Umschreibung des aufgestllten Therapieplans
    • Abbau eingefahrener Suchtmuster durch Gruppen- und Enzeltherapie und Erlernen von Entspannungstechniken
    • Problembehandlung tabuisierter Themen mit ergänzenden Einzelgesprächen
    • Arbeitstherapie
    • Wenn möglich, Wiederherstellung sozialer Bezüge, Kontaktaufnahme und Pflege der Beziehung zur Herkunftsfamilie, Kindern, Eltern und Ehepartner unter kritischer Prüfung des sozialen Kontextes
    • Sinnvolle Freizeitgestaltung unter Anleitung
    • Schulden oren und erste Termine in der Schulnerberatung vereinbaren
    • Arbeitsamtstermine vereinbaren und evtl. Massnahmen zur beruflichen Reh in die Wege leiten
    • Verantwortung fürs Haus übernehmen

    Adaption:

    • Ablösung aus Therapie durch eigenständige Wohneinheit
    • Verantwortung übernehmen für den Einkauf, die Essenszubereitung und die Sauberkeit des Hauses
    • Selbstständige Plaung sinnvoller Freizeitaktivitäten
    • Regelmässige Teilnahme an Gruppen und Hausveranstaltungen
    • Einhalten feststehender Arbeitszeiten im selbstgewählten Praktikumsbetrieb oder in der Schnupperlehre
    • Planung des weiteren Weges: wo gehe ich hin und wie lebe ich z.B. Nachsorge?


    Therapie - was ist das?

      

    Therapie ist kein von Aussen - beispielsweise dem Gesetzgeber - verordneter Selbstzweck zur Sanktion von Drogenkonsum, sondern verfolgt ein Bündel von Zielen und bedient sich dabei betimmter Methoden.

    Ziele:

    • Erhalt und Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit
    • Förderung emotionaler Krankheitsakzeptanz
    • Wege aufzeigen, wie man ein befriedigendes, geordnetes Leben ohne Drogen führen kann
    • Wiedererlangung von Selbstachtung und Eigenverantwortung
    • Erwerb sozialer Konfliktfähigkeit

    Methoden:

    • Gruppenarbeit
    • Entspannngstechniken
    • Identitätsverstärkung, Selbstsicherheitstraining
    • reflektive Erarbeitung biographischer Bezüge
    • Arbeitstherapie in verschiedenen Bereichen
    • Anleitung zu einer realistischen Freizeitgestaltung
    • Erarbeitung überzeugender Argumente für ein drogenfreies Leben und einüben erwünschten Verhaltens
    • Sportangebote, Fussball, Volleyball, Schwimmen, Kraftsport, Sauna ... Teilnahme an Veranstaltungen des heimischen Turnvereins sind möglich und erwüncht